Bücher, die ich niemals lesen werde VI
Bild: Google Gemini
Erstunken und erlogen – ein Yrsa Mørk Krimi
von Torkel Svanström-Jørgensen
Yrsa Mørk, 43, abgewrackte Ermittlerin mit posttraumatischem Koffeinspiegel und der Menschenfreundlichkeit eines Schalterbeamten kurz vor der Pensionierung, wird nach Gråfjällöya bestellt. Die windgepeitschte Insel ist voller Schweigen, Schafe und Gestank, denn der Geruch von Surströmming liegt schwer über allem. Irgendjemand bringt Menschen um… mit fermentiertem Fisch. Doch dieses Mal muss Yrsa den Abgrund nicht alleine anstarren – nein. Sie bekommt Verstärkung.
Ungefragt.
Unerwünscht.
Und unangenehm motiviert.
Lasse Kjøttboller, 24, frisch von der Polizeischule, trägt eine Warnweste und Hoffnung im Herzen. Er hat sich freiwillig gemeldet, weil er „endlich etwas bewegen“ will. Er glaubt an Struktur. An Regeln. An Teamwork. Er duzt alle. Er bringt ihr morgens Kaffee mit aufmunternden Post-Its. Er glaubt, man könne jedes Rätsel mit Empathie lösen. Yrsa möchte ihn nach 10 Minuten erschießen. Und doch… vielleicht ist Lasse die letzte Verbindung zur Menschlichkeit, die Yrsa noch bleibt. Oder zumindest eine praktische Zielscheibe, wenn der Killer wieder zuschlägt.
Denn eins ist sicher: Der Tod stinkt.
Und er kommt in Dosen.
„Yrsa Mørk ist wie ein Schnaps in der Mittagspause: bitter, brennend und völlig unangemessen.“