KI und Kreativität: Was Studien über das Schreiben mit ChatGPT & Co. verraten
[Fotocredit: Andrea Piacquadio, Pexels]
Künstliche Intelligenz ist im Alltag vieler Autor*innen angekommen. Ob beim Brainstorming, als Co-Autor oder zum schnellen Korrekturlesen – Tools wie ChatGPT verändern, wie wir Geschichten und Essays entwickeln. Doch was macht das mit unserer Kreativität?
Jüngste Studien geben interessante Einblicke:
Eine Meta-Analyse von 28 Studien mit über 8.000 Teilnehmern zeigt: Allein gelassen liefert KI Geschichten und Essays, die qualitativ durchaus mit menschlichen Entwürfen mithalten können. Doch die Kombination Mensch + KI schlägt beide Varianten – die Texte sind klarer, unterhaltsamer und lesbarer (+26,6 %). [Quelle]
Der Haken?
Die Vielfalt der Ideen leidet. Geschichten werden tendenziell gleichförmiger, weniger eigenständig. Besonders bei Autor*innen mit hohem kreativen Potenzial konnte kein nennenswerter Vorteil durch KI-Nutzung festgestellt werden.
Eine MIT-Studie mit EEG-Messungen bringt es auf den Punkt: Wer Essays mit KI-Hilfe schreibt, zeigt deutlich weniger Gehirnaktivität. Erinnerungsleistung und kreative Problemlösungsstrategien sinken. Viele Teilnehmer berichteten zudem, dass sie sich nicht mehr als »echte« Urheber ihrer Texte fühlten. [Quelle]
Die gute Nachricht:
Autor*innen, die erst selbst schreiben und dann KI für Feedback nutzen, profitieren am meisten. Sie behalten ihre kreative Eigenleistung und gewinnen gleichzeitig durch bessere Struktur und Lesbarkeit.
KI kann uns produktiver und effizienter machen, besonders bei Routinearbeiten. Doch wer seine eigene Stimme entwickeln und erhalten möchte, sollte sie gezielt lediglich als Werkzeug einsetzen – nicht als Ersatz für den eigenen Denkprozess.
Aber Achtung: ChatGPT ist danz groß darin, sich ständig breiter zu machen, wie ein Gehilfe, der alles daransetzt, zum unentbehrlichen Faktotum zu werden. Also erklärt es immer wieder: Lass es uns gemeinsam bearbeiten, bitte erstelle keine fertigen oder überarbeiteten Texte.
Hast du schon Erfahrungen mit KI beim Schreiben gemacht?
Nutzt du sie eher als Lektor, Rechercheinstrument, Ideengeber oder als Co-Autor?
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