Schreibtypen II – alles, nur nicht normal

[Fotocredit: Foto von Andrew Neel, pexels]

Plantser

sind Autoren, die sowohl planen als auch improvisieren. Sie skizzieren meist den groben Handlungsrahmen mit Anfang, Wendepunkten und einem ungefähren Ende, lassen sich aber zwischen diesen Fixpunkten viel Freiheit. Diese Methode gibt ihnen eine Richtung, ohne den kreativen Fluss zu sehr einzuschränken. Viele Kurzgeschichtenautoren bevorzugen diesen Ansatz, weil er Flexibilität und Struktur vereint.

Worldbuilder

beginnen nicht mit der Handlung, sondern mit der Welt, in der sie spielt. Sie entwickeln Kulturen, Magiesysteme, politische Strukturen oder geografische Karten, bevor sie überhaupt an Figuren oder Plots denken. Diese Autoren können in der Ausarbeitung ihrer Welten versinken, sodass die eigentliche Geschichte manchmal nur schwer ins Rollen kommt. Gelingt es jedoch, Welt und Handlung zu verbinden, entstehen besonders dichte und atmosphärische Texte.

Discovery Writer

arbeiten wie Pantsers, aber ihr Fokus liegt stark auf den Figuren. Sie entdecken die Geschichte durch die innere Entwicklung ihrer Protagonisten, die sie beim Schreiben überraschen und führen. Oft entstehen so Geschichten, die sehr charaktergetrieben sind und in denen die Handlung fast beiläufig aus den Entscheidungen der Figuren hervorgeht. Diese Methode kann zu sehr lebendigen, authentischen Texten führen, aber auch zu Strukturproblemen, wenn die Figuren ziellos bleiben.

Scene Hopper

schreiben ihre Geschichten nicht linear, sondern springen zwischen Szenen, die sie gerade inspirieren. Diese Autoren setzen später die Teile wie ein Puzzle zusammen und überarbeiten Übergänge und Logik. Der Vorteil liegt darin, dass keine Szene „erzwungen“ wird, weil immer mit der größten Inspiration gearbeitet wird. Allerdings kann es schwierig sein, eine einheitliche Tonalität und einen fließenden Erzählbogen zu erzeugen.


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